Jugendpakt 2017 - 2020

Die transversalen politischen Prioritäten für den Jugendbereich werden alle fünf Jahre von einem interministeriellen Komitee festgelegt. Dabei basiert man sich nicht nur auf den nationalen Bericht über die Situation der Jugendlichen in Luxemburg und wissenschaftliche Ergebnisse, sondern bezieht die Jugendlichen in den Prozess mit ein.

Der von der Universität ausgearbeitete nationale Bericht 2015, der 2016 veröffentlicht wurde, führte zu einem Vorschlag für einen nationalen Aktionsplan, den Jugendpakt 2017-2020. Das Ministerium legte diesen Text den Akteuren aus dem Jugendbereich im Februar 2017 zur Konsultation vor, bevor er dann im Juli 2017 von der Regierung angenommen wurde.

Der nationale Aktionsplan legt die strategischen Ziele fest, nach denen sich die Jugendpolitik bis 2020 ausrichten soll. Drei Schwerpunkte wurden auf Basis des Berichts von 2015 ausgemacht und betreffen die Übergangszeit vom Jugend- ins Erwachsenenalter:

  • Arbeit
  • Wohnen
  • Staatsbürgerschaft

Um den Jugendlichen, vor allem diejenigen mit Schwierigkeiten (Jugendliche ohne Schulabschluss, mit einer Behinderung, mit physischen Problemen ...) den Übergang ins Berufsleben zu erleichtern, wurden drei Aktionsschwerpunkte zurückbehalten:

  • Verbesserung der Kenntnisse über Risikogruppen,
  • Stärkung der Fähigkeiten junger Menschen mit wenig Bildung, formal oder non-formal, indem man der Jugendarbeit einen vollwertigen Platz einräumt,
  • Ausarbeitung der Beschäftigungsinitiative Jugendgarantie mit den Akteuren des Arbeitsmarkts.

Um Jugendlichen, vor allem diejenigen, die aus Betreuungsstrukturen kommen oder mit keiner finanziellen Unterstützung der Familie rechnen können, bei der Wohnungssuche zu unterstützen, möchte man:

  • eine gemeinsame Politik für die verschiedenen Akteure aus den Bereichen Bildung, Jugend, Familie und Wohnungswesen entwickeln und formalisieren, die sich u. a. auf den künftigen Referenzrahmen „Aide à l’enfance“ basiert;
  • die Zahl der Wohnungen für Jugendliche, bei denen der Übergang ins Erwachsenenalter schwierig verläuft, erhöhen;
  • alternative Wohnformen (Wohngemeinschaften, intergenerationelle Wohnformen) unterstützen und deren rechtliche Grundlage vereinfachen.

Um die Beteiligung der Jugendlichen am politischen und gesellschaftlichen Leben zu fördern, hat sich die Regierungspolitik zum Ziel gesetzt:

  • die Beteiligungsprozesse in der formalen und non-formalen Bildung zu verstärken und auch junge Menschen mit einzubeziehen, die keiner Jugendorganisation angehören, in den strukturierten Dialog;
  • eine inklusive Beteiligung an den bürgerlichen Aktivitäten von allen unterrepräsentierten Gruppen (junge Frauen, junge Nichtluxemburger, junge Menschen mit einer Behinderung) zu fördern;
  • den vielen Akteuren (Schulen, non-formale Bildungsstrukturen, Jugendparlament usw.) eine Plattform für den Austausch zur Verfügung zu stellen, die vom Zentrum fir politesch Bildung koordiniert wird.

Die Ziele sind im Jugendpakt, dem nationalen Aktionsplan für die Jugend, ausführlich beschrieben.

Die Umsetzung des Jugendpakts wird vom interministeriellen Komitee „Jugend“

koordiniert. Das Komitee setzt sich zusammen aus Vertretern der Ministerien und Verwaltungen, die sich mit den Themen Jugend, Schule und Ausbildung, Wohnungswesen, Arbeit, Familie, Integration, Chancengleichheit, Kultur, Sport und Justiz befassen. Die Umsetzung wird jedes Jahr evaluiert.

 

Nützliche Links

Nationaler Bericht und Plan

Youth Wiki Luxembourg

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