Im Rahmen des Projekts Troubles du comportement stellt dieser dritte und abschließende Bericht einer dreiteiligen, vom OEJQS publizierten Serie eine zentrale Frage: Wie sieht der Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen in Luxemburg aus – und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die verschiedenen Systeme und Akteure, die mit dieser Zielgruppe arbeiten, wirksam auf deren Bedürfnisse reagieren können?
Der vorliegende Bericht ist die abschließende Publikation einer Berichtsreihe, deren beide Vorgänger die internationale Evidenzbasis legen: School matters zeigt, dass die Regelschule einen unverzichtbaren Ankerpunkt für Prävention und Förderung darstellt, diese Aufgaben jedoch nicht allein bewältigen kann. Context matters verdeutlicht, dass außerschulische Interventionen vor allem dann wirksam sind, wenn sie systemisch vernetzt sind sowie die individuellen Lebenskontexte und spezifischen Problemlagen der Kinder und Jugendlichen einbeziehen.
Collaboration matters integriert diese Erkenntnisse und verbindet sie mit eigenen Erhebungen zur luxemburgischen Realität, gestützt auf eine flächendeckende Befragung der Commissions-d’inclusion-Präsident*innen beider Schulstufen, auf drei multiprofessionelle Fokusgruppen mit Akteuren aus Schule, ESEB, SePAS, der Kinder- und Jugendhilfe sowie spezialisierten Einrichtungen und auf eine systematische Einordnung der Befunde in den internationalen Forschungsstand.
Über die drei Berichte hinweg verdichtet sich damit ein zentraler Befund: Wirksame Unterstützung entsteht nicht durch einzelne Systeme oder Akteure, sondern erst im Zusammenspiel aller beteiligten Bereiche.