Grundschule

In der Grundschule kann Ihr Kind verschiedene Hilfsmaßnahmen in Anspruch nehmen, wenn es einen besonderen Förderbedarf aufweisen sollte und zum Beispiel Schwierigkeiten hat, dem normalen Unterrichtsrhythmus zu folgen. Diese Hilfe ist an seine individuellen Bedürfnisse und an seine Lernschwierigkeiten angepasst. Dadurch kann es, soweit möglich, am regulären Unterricht mit seinen Mitschülern teilnehmen.

Welche Maßnahmen stehen Ihrem Kind zur Verfügung?

Um auf den besonderen Förderbedarf des Schülers einzugehen, stehen verschiedene Hilfen zur Verfügung:

  • Der Klassenlehrer (titulaire de classe) kann den Unterricht in der Klasse in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team der Schule anpassen.
  • Der Schüler kann vorübergehend für bestimmte Fächer den Unterricht in einer anderen Klasse als in seiner Regelklasse (classe d'attache) besuchen.
  • Jeder Lernzyklus, der in der Regel zwei Jahre dauert, kann auf drei Jahre aufgeteilt werden.
  • Es können angemessene Vorkehrungen getroffen werden. Diese dienen dazu, die Lern- und Bewertungsmodalitäten den Bedürfnissen des Schülers anzupassen. Dadurch wird ihm ermöglicht, sich den Unterrichtsstoff leichter anzueignen und die Klassenarbeiten besser zu bestehen.
  • Es kann eine Fachkraft hinzugezogen werden, um den Schüler in der Klasse zu unterstützen oder eine spezialisierte ambulante Betreuung in der Schule während der Unterrichtszeiten anzubieten. Diese handelt in Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer und dem gesamten pädagogischen Team.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen, die in der Schule Ihres Kindes umgesetzt werden, gibt es verschiedene Maßnahmen auf nationaler Ebene. Dabei handelt es sich insbesondere um die Anmeldung für spezielle Lernworkshops oder eine spezialisierte Beschulung in einer Klasse eines Kompetenzzentrums oder aber um eine Anmeldung in einer Schule im Ausland.

Wer kann mit Ihrem Kind arbeiten?

Wenn Sie als Eltern eines Kindes mit spezifischem Förderbedarf Fragen zum Wohlbefinden Ihres Kindes oder zu seinen schulischen Fortschritten haben, können Sie sich direkt an den Klassenlehrer oder an das pädagogische Team des Lernzyklus, den Ihr Kind besucht, wenden.

Diese können Sie an Fachkräfte, die auf verschiedenen Ebenen tätig sind, verweisen.

  • Die Fachlehrer für Schüler mit spezifischem Förderbedarf (instituteur spécialisé dans la prise en charge des élèves à besoins spécifiques - I-EBS) sind den Grundschulen direkt zugeteilt. Sie sind die ersten Ansprechpartner des betroffenen Schülers, seiner Eltern, des Klassenlehrers und der anderen Mitglieder des pädagogischen Teams. Sie können den Schüler in der Klasse unterstützen und arbeiten eng mit den Mitgliedern des ESEB (siehe unten) und der Inklusionskommission zusammen.
  • In jeder der fünfzehn Grundschuldirektionen gibt es Fachpersonal zur Unterstützung der Schüler mit spezifischem Förderbedarf (équipe de soutien des élèves à besoins spécifiques - ESEB). Die Mitglieder des ESEB beraten das Lehrpersonal und können selbst eine ambulante Betreuung in Form einer Unterstützung in der Klasse gewährleisten. In Zusammenarbeit mit dem betroffenen Lehrpersonal können sie eine erste Diagnose erstellen und die Schüler weiter betreuen, wenn die von der Schule geleistete Betreuung nicht ausreichend ist. Sie gewährleisten die Umsetzung des von der Inklusionskommission ausgearbeiteten individualisierten Betreuungsplan (plan de prise en charge individualisé) (siehe unten).
  • In jeder Grundschuldirektion gibt es Inklusionskommissionen (commissions d'inclusion - CI). Ihre Aufgabe ist es, die angemessene Unterstützung für den Schüler anhand eines individualisierten Betreuungsplan (plan de prise en charge individualisé) festzulegen. Der individualisierte Betreuungsplan wird den Eltern zwecks Genehmigung vorgelegt. Die CI kann ebenfalls angemessene Vorkehrungen genehmigen.
  • Inklusionskommissionen können die Eltern auch dabei unterstützen, einen Antrag auf eine spezialisiertere Betreuung des Schülers bei der Nationalen Inklusionskommission (Commission nationale d'inclusion - CNI) zu stellen. Die Eltern können sich ebenfalls direkt an die Nationale Inklusionskommission (CNI) wenden.
An wen können Sie sich wenden?
  • An den Klassenlehrer Ihres Kindes;
  • An den Fachlehrer für Schüler mit spezifischem Förderbedarf (I-EBS) ihrer Schule;
  • An das Fachpersonal zur Unterstützung der Schüler mit spezifischem Förderbedarf (ESEB): wenden Sie sich an die Grundschuldirektion;
  • An die Inklusionskommission (CI): wenden Sie sich an die Grundschuldirektion.;

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