Kompetenzzentren

Die spezialisierten psychopädagogischen Kompetenzzentren (Centres de compétences en psycho-pédagogie spécialisée - CC) richten sich an Schüler mit spezifischem Förderbedarf und an deren Eltern, die zusätzlich zu den in der Grundschule oder in der Sekundarschule angebotenen Leistungen spezialisierte Dienste in Anspruch nehmen möchten.

In welchen Bereichen sind die Kompetenzzentren tätig?

In Luxemburg gibt es 8 Kompetenzzentren und eine Agentur. Sie sind darauf spezialisiert, auf den besonderen Förderbedarf der Schüler einzugehen. Sie sind in klar definierten Bereichen tätig:

Welche Maßnahmen stehen Ihrem Kind zur Verfügung?

Um auf die besonderen Bedürfnisse des Schülers einzugehen, bieten die Kompetenzzentren verschiedene Hilfsmaßnahmen an:

  • Fachdiagnose: Die Kompetenzzentren erstellen Fachdiagnosen, die die genaue Ermittlung des besonderen Förderbedarf der Schüler und die Umsetzung der an diesen Bedarf angepassten Maßnahmen ermöglichen.
  • Beratung und Betreuung: Die Kompetenzzentren beraten und unterstützen die Eltern, die pädagogischen Teams der Grund- und Sekundarschulen oder der anderen zugelassenen Dienste bei der Betreuung der Schüler mit spezifischem Förderbedarf.
  • Rehabilitation und Therapie: Die Kompetenzzentren bieten Rehabilitations- und Therapiesitzungen entsprechend den Bedürfnissen der Schüler an.
  • Individualisierter Förderplan in den Kompetenzzentren (plan éducatif individualisé - PEI): Die Fachkräfte der Kompetenzzentren erstellen für jeden Schüler einen individuellen Entwicklungsplan. So passen sie den regulären Lehrplan an die Fähigkeiten und den besonderen Förderbedarf des Schülers an.
  • Spezialisierte ambulante Intervention (intervention spécialisée ambulatoire - ISA): Zusätzlich zu den in den Grund- und Sekundarschulen umgesetzten Maßnahmen arbeiten die Fachkräfte der Kompetenzzentren mit den Schülern mit spezifischem Förderbedarf in ihrer Klasse, dies in enger Zusammenarbeit mit dem Personal der Grund- und Sekundarschulen.
  • Spezialisierte Beschulung in einer Klasse eines Kompetenzzentrums: Schüler mit spezifischem Förderbedarf können entweder in Vollzeit oder abwechselnd neben dem Unterricht in einer Grund- oder Sekundarschule eine Klasse in einem Kompetenzzentrum besuchen. Die Klassen können entweder an einem der dezentralen Standorte eines Kompetenzzentrums oder in einer Grund- oder Sekundarschule in Form von Kohabitationsklassen organisiert werden.
  • Lernworkshops: Die Kompetenzzentren können Lernworkshops anbieten, um spezifisch auf die Bedürfnisse der Schüler einzugehen. Diese Lernworkshops ergänzen das regulären Unterrichtsangebot und werden entweder an einem dezentralen Standort eines Kompetenzzentrums oder in einer Grund- oder Sekundarschule bzw. an einem anderen angemessenen Ort angeboten.
An wen können Sie sich wenden?

Eltern oder Schüler mit spezifischem Förderbedarf wenden sich in der Regel

  • für den Grundschulunterricht: An die Klassenlehrer oder an die den Schulen zugeteilten Fachlehrer für Kinder mit spezifischem Förderbedarf (instituteurs spécialisés dans la prise en charge des élèves à besoins spécifiques - I-EBS); an das Fachpersonal zur Unterstützung der Schüler mit spezifischem Förderbedarf (équipe de soutien des élèves à besoins spécifiques - ESEB) oder an die Inklusionskommissionen (commissions d'inclusion - CI) der Grundschuldirektionen (Verzeichnis) ;
  • in den Sekundarschulen (Verzeichnis): an die Klassenlehrer, an das Fachpersonal zur Unterstützung der Schüler mit spezifischem Förderbedarf (ESEB), an die Kommissionen für die schulische Inklusion (commissions d'inclusion scolaire - CIS) oder an den psycho-sozialen und schulischen Beratungsdienst (Service psycho-social et d'accompagnement scolaires -SePAS) (Verzeichnis).
  • Sie können sich ebenfalls an die Kompetenzzentren (Verzeichnis) wenden, um eine ausführliche Beratung oder eine Fachdiagnose zu erhalten.
  • Mit der Zustimmung der Eltern oder der betroffenen volljährigen Schüler können die Inklusionskommissionen (CI) und die Kommissionen für die schulische Inklusion (CIS) einen Antrag auf spezialisierte Betreuung an die Nationale Inklusionskommission (Commission nationale d'inclusion - CNI) (Verzeichnis) übermitteln. In der Regel bittet die CNI ein oder mehrere Kompetenzzentren um die Erstellung einer Fachdiagnose. Gegebenenfalls bietet sie eine Betreuung des Schülers mit spezifischem Förderbedarf durch ein oder mehrere Kompetenzzentren an. Diese Betreuung kann nicht ohne Zustimmung der Eltern oder des volljährigen Schülers umgesetzt werden.

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