Kinder und Jugendliche mit spezifischem Förderbedarf

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht auf eine persönliche Betreuung, um seine Kompetenzen entwickeln und sich voll entfalten zu können.

Eine der Prioritäten der luxemburgischen Regierung besteht darin, Kindern und Jugendlichen mit spezifischem Förderbedarf eine Beschulung im „regulären“ Schulsystem und den Besuch von Betreuungseinrichtungen sowie die Teilnahme an Jugendaktivitäten zu garantieren, sofern eine solche Inklusion möglich und von den Eltern erwünscht ist. In Luxemburg liegt der Prozentsatz der Schüler, die in spezialisierten Zentren beschult werden, bei weniger als 1 %, was auf eine hohe Inklusionsquote hinweist.

Kinder oder Jugendliche mit spezifischem Förderbedarf weisen mehr Lernschwierigkeiten als die Mehrheit der gleichaltrigen Schüler auf oder haben besondere Beeinträchtigungen oder Schwierigkeiten. Ihre Betreuung kann somit nicht mit den Mitteln, die dem für sie verantwortlichen Lehrpersonal oder Sozialpädagogen normalerweise zur Verfügung stehen, gewährleistet werden. Dieser besondere Bedarf kann insbesondere die Förderschwerpunkte Motorik, Sehen, Sprache oder Hören, kognitive Entwicklung oder Verhalten betreffen.

Wenn ein Schüler in der Schule einen besonderen Förderbedarf aufweist und zum Beispiel Schwierigkeiten hat, dem normalen Unterrichtsrhythmus zu folgen, können ihm verschiedene Hilfsmaßnahmen angeboten werden. Diese sind an seine individuellen Bedürfnisse und an seine Lernschwierigkeiten angepasst.

In Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Kinderkrippen und Maison relais und im Rahmen von Jugendaktivitäten (Jugendhaus, Ferien- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche) wird ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf den besonderen Förderbedarf der Kinder und Jugendlichen gelegt, die diese Einrichtungen besuchen oder an diesen Aktivitäten teilnehmen.

Die Inklusion der Kinder und Jugendlichen mit spezifischem Förderbedarf betrifft sehr unterschiedliche Bereiche, wie:

  • den Unterricht und die Ausbildung (Grundschule, Sekundarschule, Berufsausbildung, Hochschulbildung, Musikunterricht, Erwachsenenbildung);
  • die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (Kinderkrippen oder Maisons relais);
  • die Jugendaktivitäten (wie Jugendhäuser, Ferien- und Freizeitaktivitäten).

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