Der Weg in die Erwachsenenbildung

1. Bestandsaufnahme der Lernleistungen

Bevor Sie eine Ausbildung beginnen, machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer Lernergebnisse. Lassen Sie Ihre ausländischen Diplome anerkennen und die erworbenen Kompetenzen validieren.
Anerkennung ausländischer Studien, Bescheinigungen und Diplome:

Für die Anerkennung eines Studienniveaus, eines im Ausland erworbenen Sekundarschulabschlusses oder Abschlusses einer beruflichen Bildung bzw. höherer Studien, müssen Sie einen Antrag auf Anerkennung stellen bzw. Ihr Hochschuldiplom in das Verzeichnis der akademischen Grade eintragen lassen.

Internet: www.men.public.lu/fr/annuaire/index.php?idMin=5444
E-Mail: reconnaissance@men.lu
Internet: www.cedies.lu
E-Mail: info@cedies.public.lu

2. Anerkennung erworbener Kompetenzen (VAE):

Die VAE-Prozedur erlaubt es, eine Vielfalt von Kompetenzen, die man im Laufe des Lebens in den unterschiedlichen Kontexten – Schule, Arbeit, Freizeit – erworben hat, evaluieren und anerkennen zu lassen.

Internet: www.men.public.lu/fr/professionnel/validation-acquis-experience/
E-mail: reconnaissance@men.lu

3. Bedürfnisse definieren

Um die richtige Ausbildung zu finden, ist es wichtig, die persönlichen und beruflichen Bedürfnisse zu definieren. Die Beratungsstellen unterstützen Sie dabei.

Projekt Erwachsenenbildung
Die Abteilung für Erwachsenenbildung, die eng mit der Maison de l’orientation zusammenarbeitet, empfängt Sie in ihren Räumlichkeiten auf Kirchberg, um Sie bei der Definition Ihrer Bildungsziele und der Durchführung ihres Projekts zu unterstützen.

Die Maison de l’orientation
Die Maison de l’orientation fungiert als zentrale Beratungsstelle für Bürger, die Informationen und Ratschläge benötigen in Bezug auf die Schul- und Berufsorientierung.

Internet: www.maison-orientation.lu
E-Mail: maison.orientation@men.lu

4. Das Angebot studieren

Luxemburg hält ein umfassendes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten bereit.

Der jährlich erscheinende Katalog gibt einen Überblick über die verschiedenen öffentlich subventionierten Bildungsangebote auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Der Katalog ist erhältlich beim Service de la formation des adultes (15, rue Léon Hengen, L-1745 Luxembourg-Kirchberg), den Sekundarschulen, den Gemeinden und den Ausbildungsanbietern. Er kann per E-Mail an sfa@men.lu oder über die gratis Telefonnummer 8002 4488 bestellt werden. Er ist auch online verfügbar. Alle Angebote des Katalogs sind ausführlich auf der Webseite www.lifelong-learning.lu beschrieben.

5. Zugang zu den Ausbildungsmöglichkeiten

Um den Zugang zur beruflichen Aus- und Weiterbildung zu erleichtern, wurden verschiedene Maßnahmen ins Leben gerufen.

Individueller Bildungsurlaub
Angestellte, Selbständige und Freiberufler können den individuellen Bildungsurlaub beantragen. Dieser bezahlte Sonderurlaub ist auf maximal achtzig Tage im Verlauf des Arbeitslebens beschränkt.

Sprachbildungsurlaub
Angestellte, Selbständige und Freiberufler können einen Sprachbildungsurlaub beantragen, um Luxemburgisch zu lernen oder ihre Luxemburgischkenntnisse zu verbessern. Dieser Sonderurlaub ist auf maximal 200 Stunden im Verlauf des Arbeitslebens beschränkt.

Internet: einen Sprachbildungsurlaub beantragen

Die Anmeldung zu den Kursen des 2. Bildungswegs und zur Grundbildung ist kostenlos.

Ermäßigte Anmeldegebühr
für allgemeine Kurse in der Erwachsenenbildung

Im Katalog sind die Anmeldegebühren für die allgemeinen Kurse angegeben. Folgende Personen können jedoch in den Genuss einer ermäßigten Anmeldegebühr von 10 Euro pro Kurs kommen, unabhängig von der Stundenzahl:

  • bei der Arbeitsagentur ADEM eingeschriebene Arbeitsuchende, denen ein Kurs zugewiesen wurde;
  • Bezieher des garantierten Mindesteinkommens, denen ein Kurs vom nationalen Sozialamt SNAS (Service national d’action sociale) zugewiesen wurde;
  • Personen, die vom OLAI (Office luxembourgeois de l’accueil et de l’intégration) als bedürftig anerkannt wurden;
  • Personen, die den Aufnahme- und Integrationskontrakt (CAI) unterzeichnet haben, für die Kurse zum Erlernen der drei Landessprachen (lu, fr, de);
  • von den kommunalen und regionalen Sozialbüros als bedürftig anerkannte Personen.

Eine Bescheinigung in Form eines Gutscheins wird von der ADEM, dem SNAS, dem OLAI und den kommunalen und regionalen Sozialbüros ausgestellt.

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